Projektergebnis Sonnenstrom – Ein Win-Win für die Umwelt und die Diakonie

In Adelebsen gehen wir ans Netz! Mit einer neuen Photovoltaik Anlage auf dem Dach der Diakonie kann hier ein tolles Projektergebnis gefeiert werden.
Die Gremien der Diakonie entschieden sich (Nov. 2017) für die Eigenfinanzierung der gesamten Solaranlage und gaben sie bei der Sunfarming AG in Auftrag.  Es handelt sich dabei um eine Anlage mit dem jährlichen Stromertrag von 62.308 kWh (Anlagennutzungsgrad 81,9 %) mit einem Eigenverbrauchsanteil von 42.358 kWh (68 %) und einer Netzeinspeisung von 19.950 kWh. Die dadurch vermiedene CO2-Emission beläuft sich auf 37.385 kg pro Jahr. Bei einem Gesamtstromverbrauch des Diakonischen Werks von 134.323 kWh pro Jahr werden durch die Anlage künftig 42.358 kWh gedeckt. Der solare Deckungsgrad des Gesamtverbrauchs liegt damit bei 31,5 %. Die Montage der Anlage wird von der Firma Sunfarming AG mit Beteiligung örtlicher Handwerker umgesetzt.

(Foto: Ralf König)

Die Solar-Anlage wird mit einer Ladestation für die Fahrzeuge (2 Kleinbusse, 7 PKW) der Diakonie Adelebsen verbunden. Zwei neue E-Fahrzeuge für den Pflegedienst wurden auf Leasing-Basis für 2019 über die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen vorbestellt. Je nach Ablauf der PKW-Laufzeiten werden danach weitere E-PKW eingesetzt. E-Ladestationen bestehen bereits am Rathaus (PKW) und am Bahnhof (E-Bikes).

Projektplan: Dreiklang im Quartier – Kommune, Kirchengemeinde und Diakonie

„Bürgerpark Adelebsen“

Das Gebäudeensemble von Rathaus, kirchlicher Kindertagesstätte und Familienzentrum sowie Alma-Luisenstift um den Bürgerpark wird zur Verbindung und zum Kommunikationsort zwischen dem traditionellen (Burg) und dem neueren Ortsteil.

In Adelebsen wird der Focus des Projektes auf der künftigen Nutzung und die dafür notwendige Anpassung der Räumlichkeiten sowie die energetische Sanierung und künftige Energieversorgung des Gebäudekomplexes Gemeindehaus, Kindergarten und –krippe mit dem Familienzentrum stehen. Bei der Energieversorgung werden Möglichkeiten für gebäudeübergreifende Lösungen und Kooperationen einbezogen. Darüber hinaus wird ein E-Mobilitätskonzept und seine Umsetzung mit interessierten Kooperationspartnern (Kommune, Alma-Louisenstift, Vereine) entwickelt, um die Ortsteile Adelebsens dem Bedarf entsprechend besser miteinander zu verbinden. Die Kommune strebt auch in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Region Göttingen die Umsetzung eines Quartiersmanagements an. Das Win-Win Projekt schließt auch neben der künftigen gebäudeübergreifenden Wärmeversorgung Elemente eines Mobilitätskonzeptes ein.

Zuerst soll eine energetische Bestandaufnahme des kirchlichen Gebäudekomplexes (Gemeindehaus, Kindergarten und Kinderkrippe sowie des Alma-Louisenstiftes) vorgenommen und Optionen für die künftige Energieversorgung aufgezeigt werden. Neben der Wärmeversorgung werden dabei auch Möglichkeiten der Photovoltaik zur Eigenstromnutzung und E-Mobilität berücksichtigt.

Das Nutzungskonzept für den kirchengemeindlichen Gebäudekomplex bedarf der Suche nach Alternativen etwa durch Kooperation mit der Kommune. Zurzeit sind folgende Räumlichkeiten vorhanden: Gemeindesaal, Kindertagesstätte und Kinderkrippe. Da Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten (z.B. Erweiterung der Krippe, Bewegungsraum für Kindergarten) besteht, richtet sich das künftige Nutzungskonzept auf bisherige Aktivitäten und ihre räumlichen Voraussetzungen ebenso, wie auf Perspektiven für künftige Entwicklungen.

Zwischen den sieben Ortsteilen Adelebsens existiert neben Schulbussen und Anrufsammeltaxen (Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen) kein öffentlicher Nahverkehr. Daher sind die Möglichkeiten zur Mobilität zwischen den Ortsteilen besonders für bestimmte Zielgruppen (Senioren, Jugendliche) stark eingeschränkt. Das betrifft auch den Besuch von Arztpraxen und Apotheken, Einkauf und die Teilnahme an Veranstaltungen. Ältere Menschen sind in ihrer Mobilität besonders betroffen. Nach Aussagen des Ambulanten Sozialen Dienstes  Alma-Louisenstift hat dies die Vereinsamung älterer Mitbürger zur Folge.

Eine mögliche Lösung könnte das Konzept eines Bürgerbusses (Eigenstrombetriebener, regelmäßig verkehrender Kleinbus etwa in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins, der durch die Kommune, Kirchengemeinde, Stift, Vereine, Gewerbetreibende u.a. unterstützt wird) oder andere Konzepte sein. Darüber hinaus sollen mit dem Alma-Louisenstift Möglichkeiten der E-Mobilität für den ambulanten sozialen Dienst abgeklärt werden.

Eine Befragun zur Erhebung des Mobilitätsbedarf wurde im Juni 2017 durchgeführt. Hier finden Sie den Fragebogen. Fragebogen Mobilität

Um sich einen Überblick über das Projekt in Adelebsen zu verschaffen, schauen Sie sich gerne diesen Flyer an. Flyer Projektbeschreibung Adelebsen

 

Hier sehen Sie Impressionen unserer vergangenen Veranstaltung vom 18.08.2017 in Adelebsen.

  • u. A. Frau Frydetzki und Herr Frase
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