Inhalte & Ziele

Das Projekt findet in Kooperation mit vier ausgewählten Kirchengemeinden statt:

  • Evangelisch-lutherische St. Martini Kirchengemeinde in Adelebsen
  • Martin Luther Kirchengemeinde Hildesheim Nordstadt-Drispenstedt
  • Evangelische St. Remigius Gemeinde Suderburg
  • Evangelische Inselgemeinde Langeoog

Die Auswahl der Beispielgemeinden erfolgte anhand der folgenden Kriterien:

  • Lage in unterschiedlichen Regionen der Landeskirche Hannovers
  • Ländliche und städtische Kirchengemeinden / Kommunen
  • Kirchengemeinden, die bereits Aktivitäten in mindestens zwei der Nachhaltigkeitsaspekte begonnen oder durchgeführt hatten
  • Kirchengemeinden in Kommunen mit Problemlagen, die sich auf die vier Nachhaltigkeitsaspekte beziehen
  • Kirchengemeinden, die mit ihren Aktivitäten Auswirkungen auf das kommunale Umfeld haben.

Ziel des Projektes ist die modellhafte Entwicklung und Umsetzung eines innovativen Konzeptes für eine energie- und ressourceneffiziente „Quartiersentwicklung und -erneuerung“ unter Berücksichtigung sozialer Auswirkungen in institutionsübergreifender Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kirchengemeinde, welches Potenzial hat bundesweit Impulse für die Stärkung der „Kirchengemeinde als Teil der Bürgergemeinde“ zu geben. Die in den Gemeinden und Kommunen gemeinsam erarbeiteten Leitziele finden Sie im aktuellen Projekt-Poster:
Nachhaltigkeit vor Ort

Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes betrifft das Quartierskonzept. Viele Kirchengemeinden stehen mit der Unterhaltung ihrer Gemeindehäuser und z.T. auch ihrer Kirchengebäude vor großen Zukunftsherausforderungen. Die vielerorts eingeleiteten Fusionen von Kirchengemeinden verstärken diesen Prozess. Teilweise werden Kirchen- und Gemeindezentren ganz aufgegeben. Häufig ist die Präsenz besonders in Quartieren bedroht, in denen sich soziale Problemlagen verdichten und diakonisches Handeln gefordert ist. Hier gilt es, sich als Kirche in der Sozialen Stadtentwicklung zu engagieren und deren Ressourcen als Beiträge kirchlichen Handels weiterzuentwickeln.

Die Debatte zur Umnutzung des Gemeindehauses als Quartierzentrum ist oft der Einstieg zur intensiven Auseinandersetzung mit der Positionierung der Christengemeinde in der Bürgergemeinde und eine neue Annäherung von Kirche zu Fragen des gemeinsamen Handelns im Gemeinwesen.

Mit dem Gesamtprojekt sollen Umweltentlastungspotentiale in vier Gemeinden (Hildesheim Nordstadt-Drispenstedt, Langeoog, Suderburg und Adelebsen) gehoben werden. Das INEP Institut legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf CO2-Entlastungspotentiale, die Vermeidung / Neutralisierung sonstiger Treibhausgasemissionen sowie auf eine nachhaltige, effiziente Energienutzung. Die Umweltentlastung ergibt sich dabei aus der Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen, z.B. in dem Gebäudesektor, welcher eine wesentliche Stellschraube im Klimaschutzmanagement darstellt.

Des Weiteren streben die ausgewählten Gemeinden an sich zu Leuchtturmgemeinden eines nachhaltigen Umweltmanagements und eines umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffungswesens zu transformieren und ihre jeweiligen Umweltentlastungspotentiale auszuschöpfen. Die identifizierten unterschiedlichen Potentiale werden jeweils vor Ort in ihren sozialen, ökologischen und ökonomischen Bezügen mit den beteiligten Akteuren aus Kirche und Kommune zu einem ortsspezifischen, auf zentrale Probleme fokussierten Gesamtkonzept verdichtet. Es bildet die Grundlage für Planungsprozesse mit den Beteiligten und Experten zu einzelnen Vorhaben, die praktisch realisiert werden sollen.

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