Zwischenbilanz WINWIN

Workshop „Nachhaltig vor Ort“ zieht erfolgreiche Zwischenbilanz zum Projekt „Win-Win-Modelle zwischen Rathaus und Kirche – Nachhaltige Quartiers- und Regionalentwicklung durch institutionsübergreifende Zusammenarbeit von Kommunen und Kirchengemeinden“

Am 11.01.2018 fand im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland ein Workshop zur Zwischenbilanz des vom INEP-Institut durchgeführten Projekts „Win-Win-Modelle zwischen Rathaus und Kirche – Nachhaltige Quartiers- und Regionalentwicklung durch institutionsübergreifende Zusammenarbeit von Kommunen und Kirchengemeinden“ statt.

Win-Win-Modelle zwischen Rathaus und Kirche zeigt als beispielgebendes Projekt auf, wie Kommunen und Kirchengemeinden gemeinsam stärker und zielgerichtet agieren können und Synergieeffekte zwischen Kirche und Kommune gefördert werden können, um Innovationen im Nachhaltigkeitsdreieck zwischen Sozialem, Ökologie und Ökonomie zu generieren.

Fachlich begleitet und finanziell gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Klosterkammer Hannover.

Zu Beginn der Veranstaltung stellt Pfarrer Axel Mersmann die Stadtteilkonferenz im Projekt Quartier Remscheid vor. Hier wurde eine vorbildliche Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und Kommune in einem Problemstadtteil erreicht. Pfarrer Mersmann betonte in seinem Vortrag die zentrale Aufgabe von Kirchen in solchen Prozessen, die darin liege, Haltungen einzubringen und zu implementieren.

Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Osnabrück, stellte das Projekt unter Verweis auf das Konzept der planetaren Leitplanken (Rockström et. al.) sowie die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen in einen größeren Zusammenhang.  Das Projekt zeige, dass Kirchengemeinden und Kommunen erkannt hätten, dass diese Herausforderungen angegangen werden müssen. Positiv hob er hervor, dass sich Kirchengemeinden und Kommunen gemeinsame Ziele gesetzt haben.

Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, zielte in seinem Beitrag darauf ab, dass Kirchengemeinden in Prozesse wie den hier behandelten genau das einbringen sollten, was andere nicht ansprechen. Faktoren wie etwa die Schöpfungsverantwortung und eine umsetzungsorientierte Beteiligungsethik seien hier von zentraler Bedeutung.

Auch Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes in Hannover, sah in ihrem Statement die Schöpfungsverantwortung als zentrale Aufgabe für die Kirchengemeinden. Diese sei ein zutiefst kirchliches Thema und Umweltschutz sei somit auch diakonisches Handeln. Kirchengemeinden seien in diesem Sinne Akteure, die mit tätiger Liebe am Gemeinwesen mitarbeiten. Sie sollten aus der oftmals noch vorherrschenden Selbstreferentialität ausbrechen und sich aktiv vor Ort vernetzen – so, wie es die vier Beispielgemeinden im Win-Win-Projekt bereits praktizieren.

 

  • (v.l.) Herr Mersmann, H Dr. Anhelm, Prof. Wahmhoff, H. Biallas, Fr. Dr. Springer

 

 

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